Ein Chefredakteur, das N-Wort und der Kontext Österreich

Ein österreichischer Chefredakteur einer „linksliberalen“ Wochenzeitschrift meint, dass das Erwähnen eines Wortes in einem gewissen Kontext vollkommen legitim ist. Der Ausgangspunkt der Debatte war, dass sich die Kanzlerkandidatin der Grünen in Deutschland, Annalena Baerbock, dafür entschuldigte, in einer Fernsehaufzeichnung, das N-Wort benützt zu haben. Das Wort wird bei der Aussendung wahrscheinlich ausgepiept werden, aber sie fand es wichtig das zu
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Kein Platz für Petitionen: Wie die Stadt Wien Teilhabe unmöglich macht

Mit „Platz für Wien” verhandelte der Petitionsausschuss der Stadt Wien am 2.7. eine nie dagewesene Anzahl von Stellungnahmen für eine klimagerechte Stadt. Die Antworten des Ausschusses: Ausreden, Desinteresse und Fehlinformation. Damit legt er seine undemokratische Haltung offen, schreibt Rainer Stummer. Die Bürger*innen-Initiative „Platz Für Wien” hat im Vorfeld der Wien-Wahl 2020 über 57.000 Unterschriften für eine klimagerechte und kindergerechte Stadt
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50 Tage Hungerstreik – So kämpfen die Sans Papiers in Brüssel für ihre Rechte

Seit dem 23. Mai befinden sich 475 Sans Papiers – Menschen „ohne Papiere“ –  in der belgischen Hauptstadt im Hungerstreik. Sie streiken für einen gesicherten Aufenthaltstitel, der manchen von ihnen seit 20 Jahren verwehrt wird. Während der Gesundheitszustand der Streikenden seit Ende Juni eine Phase erreicht hat, die von Ärzte Ohne Grenzen als “kritisch” eingestuft wird, bleibt die belgische Regierung weiterhin hart. Die
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Zwei Generationen, ein Ziel: Blockaden zum Schutz der Donau-Auen

1984 verhindern Massenproteste ein Wasserkraftwerk bei Hainburg in den Donau-Auen. Beinahe 40 Jahre später regt sich Widerstand gegen den Bau der Lobau-Autobahn. Zwei Generationen von Aktivist*innen tauschen sich über die Entwicklung der Klimabewegung, Blockaden-Fetische und die Vereinbarkeit von Umweltschutz und Arbeiter*inneninteressen aus. In einem Wiener Gastgarten sitzen sich zwei Au-Aktivist*innen gegenüber. Robert Foltin war in Hainburg weder an den regionalen
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Was die neue KPÖ-Spitze ändern will

Generationenwechsel in der KPÖ: Auf Mirko Messner folgt ein sechsköpfiges Führungsteam, das einen „neuen Weg“ ankündigt. Zwei von ihnen erklären im Interview, warum sie den „Kommunismus“ im Parteinamen behalten, wie sie frustrierte Mieter*innen organisieren und mit der Umweltbewegung zusammenarbeiten wollen. Der Rote Stern soll den Weg in die klassenlose Gesellschaft leuchten: In diesem Punkt sind sich die neuen KPÖ-Sprecher*innen Katerina Anastasiou
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Pride 2021: Warum wir stolz sind und wofür wir kämpfen

Auf der Pride 2021 feiert die Community ihren Stolz, erinnert sich an erfolgreiche Proteste, kämpft für gesellschaftlichen Fortschritt und gegen heuchlerische Unternehmen und Politik – Flora Lola Fath Ruiz berichtet. Dieses Jahr findet zum 25. Mal die Wiener Regenbogenparade, international als „Gay Pride“ oder im deutschsprachigen Raum als Christopher Street Day bekannt, statt. Jedes Jahr kommen auf der von der
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