Mitschnitt – Die Corona-Krise in China (AkG)

Mitschnitt: Digitale Diskussionsreihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung vom 25 März 2020 Corona wurde lange Zeit als chinesisches Problem wahrgenommen. Lange diskutierte die europäische Öffentlichkeit über einen möglichen Legitimitätsverlust der chinesischen Regierung. Mittlerweile ist die Kritik einer beinahe ehrfürchtigen Bewunderung der Steuerungsfähigkeit des chinesischen Staates gewichen. Durch ein radikales Vorgehen habe man die Corona-Krise in beneidenswert schnellem Tempo überwunden. Doch
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Die Straßen zu, die Gärten auf! Für eine Umverteilung des städtischen Raums

In Zeiten von Corona feiert das Auto ein Comeback als Inbegriff der Sicherheit. Doch weil Autos einen Großteil des städtischen Raums besetzen, können Menschen auf engen Gehsteigen nicht den geforderten Abstand halten. Es ist Zeit gegenzusteuern, schreibt Matthias Krams, und gewisse Straßen für Autos zu sperren. Das Privatauto erlebt in Zeiten der Corona-Krise ein Comeback in Wien. Entgegen der langfristigen Stadtentwicklungsstrategie zur
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Zwischen Überwachung und Selbstbestimmung: Klassenkampf im Home-Office

Wer profitiert vom Home-Office? Sind es die Beschäftigten, die selbstbestimmter arbeiten oder doch Firmen, die ein höheres Arbeitspensum verlangen können? Die Frage ist offen, schreibt Benjamin Herr. Die Antwort hängt davon ab, wie der Konflikt zwischen Kapital und Arbeit im Betrieb ausgeht. Mit Corona spitzt sich die soziale Ungleichheit in der Arbeitswelt zu: Baustellen bleiben offen und die Lieferdienste weiterhin
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Hauptsache billig: Was Corona über die Ausbeutung von Erntearbeiter*innen verrät

Die österreichische Landwirtschaft ist von Erntearbeiter*innen aus dem Ausland abhängig. Momentan dürfen sie nicht einreisen. Mit der Zwangsverpflichtung von Arbeitslosen und Asylerwerber*innen will die Landwirtschaftskammer gegensteuern. An den skandalösen Arbeitsbedinungen soll sich nichts ändern, kritisieren Aktivistinnen der sezonieri-Kampagne. Erntearbeit gehört in Österreich zu den Branchen den niedrigsten kollektivvertraglichen Lohnniveaus und wird seit Jahren großteils von Menschen aus Osteuropa verrichtet. Im
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Nur Brösel für die HeldInnen: Fataler Abschluss im Sozialbereich

Der Sozialbereich hat einen neuen Kollektivvertrag. Doch die erhoffte 35-Stunden-Woche kommt nicht, die Arbeitszeit wird lediglich auf 37 Stunden reduziert – und das erst 2022. Der Abschluss ist eine katastrophale Entscheidung, schreibt Selma Schacht, die als Mitglied des Verhandlungsteams gegen den Abschluss gestimmt hat. Nun ist er da und leider kein „April-Scherz“: Die Gewerkschaften GPA-djp und vida haben einen Kollektivvertragsabschluss
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Von Kurzarbeit und Kulturförderung: Wie sehr KTM die Staatshilfen liebt

Der Moped-Hersteller KTM macht Schlagzeilen, weil er die gesamte Belegschaft auf Staatskosten in Kurzarbeit schickt, während er Dividenden in Millionenhöhe auszahlt. Schon davor kassierte KTM Kulturgelder des Landes Oberösterreich. Währenddessen hungert die Landesregierung kritisches Kulturschaffen aus. Die „Freie Szene“ ist in Oberösterreich stark: Zahlreiche zeitgenössische Kunstschaffende, Kulturvereine und VeranstalterInnen treten unter diesem Begriff auf und bilden ein wichtiges zivilgesellschaftliches Segment.
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