Solidarische Ökonomie

Foto: Marcus Greco

Oder: Wie wir es schaffen, uns das Ende des Kapitalismus vorzustellen.

Ein Mitschnitt der Veranstaltung „Über Kritik hinaus?! Solidarische Ökonomie als Aufgabe kritischer Wissenschaft“ vom 9. März 2021.

Seit mehr als einem Jahr erleben wir, wie sich unter dem Eindruck der Corona-Krise gesellschaftliche Widersprüche, Ungleichheiten und Spaltungen, die auch schon vor dem Ausbruch der Pandemie existierten, verschärfen: in Deutschland, in Österreich, in ganz Europa und global. Neben den zerstörerischen Tendenzen des kapitalistischen Systems zeigt die Pandemie aber auch, inwiefern und weshalb eine solidarisch-ökologische Transformation notwendig, ja unausweichlich erscheint. 

Doch so groß die Sympathie und prinzipielle Unterstützung für eine „solidarische Transformation“ und einen ökologischen „system change“ auch sind, bleibt für viele Menschen unklar, was genau darunter zu verstehen ist, wo strategisch angesetzt werden kann und muss. Bedarf es hierzu eines bereits existierenden Masterplans oder geht es darum, dass ein solcher Transformationsprozess Richtung Solidarische Ökonomie nur gesamtgesellschaftlich von allen Beteiligten demokratisch erkämpft und entwickelt werden kann? 

Welche Rolle spielt in diesem Kontext Wissenschaft? Begibt sich kritische Gesellschaftsforschung also auf gefährliches Terrain, wenn sie zur Möglichkeitsforschung wird und im Hier und Jetzt Ideen, Konzepte und Pläne für solidarische Ökonomien und radikal demokratisierte Gesellschaften entwickelt und intensiv diskutiert?

Zu diesem Thema hört ihr in der heutigen Ausgabe des Mosaik-Podcast einen Mitschnitt der Veranstaltung „Über Kritik hinaus?! Solidarische Ökonomie als Aufgabe kritischer Wissenschaft“ vom 9. März. In ihren Beiträgen plädieren Friederike Habermann und Fabian Georgi vom „Netzwerk solidarische Ökonomie“ dabei für mehr Mut bei der kritisch-wissenschaftlichen Begleitung solidarischer Transformationspraktiken: Neben Analyse und Kritik sollte kritische Wissenschaft es zugleich als ihre Aufgabe begreifen, Ideen für radikale Alternativen, für konkrete Utopien und Transformationsschritte (mit) zu entwickeln und zu reflektieren. Der folgende Mitschnitt ist Teil der Online-Reihe „Gesellschaftsforschung in Zeiten sozialer Distanzierung“, die von der Assoziation kritischer Gesellschaftsforschung organisiert wurde. Hier im Mosaik-Podcast und auf mosaik-blog.at könnt ihr die einzelnen Beiträge der Veranstaltung nachhören.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Peter Birke. 

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