Posts byBenjamin Opratko

Welche Sehnsüchte hinter dem Häupl-Hype stecken

Michael Häupls Rückzug als Wiener Bürgermeister und SPÖ-Chef setzt ungeahnte Kreativität frei. Michi Häupl-Ultras organisieren öffentliche Umtrunke und produzieren Pickerl („Michi Häupl – Die Stadt gehört dir“). Eine Wiener Parteisektion plant einen Abschieds-Rave unter dem Titel „Man bringe den Spritzwein“. Und am 1. Mai johlte die Menge am Rathausplatz, wenn der Name des Noch-Bürgermeisters nur erwähnt wurde. Benjamin Opratko fragt: Woher
mehr

#Reichenhetze: Das Internet erklärt Sebastian Kurz, wie Rassismus funktioniert

Als Bundeskanzler Sebastian Kurz im deutschen Fernsehinterview meinte, „Hetze gegen Reiche“ sei genauso schlimm wie Rassismus (und deshalb sei die Koalition mit der rechtsextremen FPÖ eh okay – nein, wir haben die Logik dahinter auch nicht ganz verstanden), hatte eine Twitter-Userin eine Idee: ok, es wär peinlich wenns nicht hinhaut, aber wer will kann unter #reichenhetze seine geschichten erzählen. ich
mehr

Das bedeutet die Arbeitszeitverlängerung für Dich: 8 Fragen und Antworten

Zwölf Stunden pro Tag, 60 Stunden pro Woche. FPÖ und ÖVP wollen die gesetzliche Maximalarbeitszeit erhöhen. Was die Arbeitszeitverlängerung konkret bedeutet haben wir für dich zusammengefasst.   Wen betrifft die Arbeitszeitverlängerung? Potenziell fast Alle. Wenn du deine Arbeitskraft verkaufst und dafür Lohn erhältst, dann gelten die neuen Regelungen für dich. Wenn in dem Unternehmen, in dem du arbeitest, eine entsprechende
mehr

Peter Pilz: Die Heimat, die er meint

In „Heimat Österreich. Ein Aufruf zur Selbstverteidigung“ wird die politische Vision hinter der „Liste Pilz“ dargelegt. Schon vorab gab es viel Kritik daran. mosaik-Redakteur Benjamin Opratko hat das neue Buch von Peter Pilz gelesen und sich selbst eine Meinung gebildet. Schon im Juli kritisierten Mosaik-Kollege Martin Konecny und ich Pilz dafür, dass er sich die Argumente rassistischer „IslamkritikerInnen“ zu eigen
mehr

Warum Peter Pilz keine Alternative ist

Peter Pilz plant, mit einer eigenen Liste zu den Nationalratswahlen anzutreten. Nicht wenige sehen seine angekündigte „Bürgerbewegung“ als echte Alternative zur alten Ordnung. Martin Konecny und Benjamin Opratko haben sich genauer angesehen, was von einer „Liste Peter Pilz“ zu erwarten ist. Tatsächlich hat Pilz in seiner langjährigen politischen Karriere einiges vorzuweisen. Er war einer der aktivsten Parlamentarier der Zweiten Republik
mehr

Warum der FPÖ-Aufstieg 2017 weitergehen wird

Die Präsidentschaftswahl war vordergründig ein Rückschlag für die FPÖ, hat das politische System aber weiter nach rechts verschoben, analysiert Benjamin Opratko. Ein Hoffnungsschimmer sind die vielfältigen Initiativen gegen Hofer, die abseits der offiziellen VdB-Kampagne gearbeitet haben. Ist 2016 zum Schluss besser als sein Ruf? Wird es als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem der Aufstieg der FPÖ gestoppt
mehr

Warum der Flüchtlingsdeal Sterben an den EU-Außengrenzen bedeutet

Für Christian Kern und Sebastian Kurz ist der „Flüchtlingsdeal“ zwischen der EU und der Türkei ein voller Erfolg mosaik sprach mit Migrationsforscher Bernd Kasparek über die Funktionsweise des „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei, die Lebensrealität von Schutzsuchenden in den eingerichteten Hotspots an den Grenzen der „Festung Europa“ und Möglichkeiten des Widerstandes gegen das aktuelle Migrationsregime angesichts von Elend und Verzweiflung.  Benjamin Opratko: Der sogenannte
mehr

Warum Kern die SPÖ nicht retten kann und uns das nicht egal sein sollte

Alles schaut auf den neuen Manager-Kanzler Kern, doch die Probleme der SPÖ liegen weit tiefer. Die Partei muss sich neu erfinden – oder sie wird untergehen. Das sollte uns nicht wurst sein – egal wie wir zur SPÖ stehen. Nun will sich die SPÖ also „neu erfinden“ und stattet sich zu diesem Zweck mit einem neuen Bundesparteivorsitzenden aus, der dann auch gleich
mehr

Wien-Wahl I: Warum wir keine Korken knallen lassen

Die Wien-Wahl ist geschlagen, und angeblich ist alles halb so schlimm. Die FPÖ hat „nur“ 30 Prozent errungen, die SPÖ „bloß“ fünf verloren und die Rot-Grüne Stadtregierung wird wohl fortgesetzt. „Haltung zahlt sich aus“, jubeln jetzt viele. Vor dem Hintergrund des inszenierten „Duells um Wien“ vielleicht nachvollziehbar. Aber die Reaktion zeigt vor allem, wie niedrig die Maßstäbe sind, die an österreichische
mehr

Wien-Wahlen: Keine Angst vor dem blauen Balken

Seit ich denken kann, haben Wahlabende in Österreich etwas Gespenstisches. Man wartet auf die ersten Hochrechnungen und traut sich kaum hinzusehen. Am Sonntag wird es wieder soweit sein: Wir werden gebannt auf die Ergebnisse der Wien-Wahlen warten – und uns fragen, was man dagegen tun kann, dass der blaue Balken bei jeder Wahl noch weiter in die Höhe ragt. Es
mehr

Sind alle Rechten dumm? Und warum können sie nicht rechtschreiben?

Das Bild der kleinen Dunja ging durch die Medien, wurde tausendfach auf Facebook und Twitter geteilt. Man konnte gar nicht anders, als sich mit dem süßen Mädchen zu freuen, das eine Abkühlung am heißesten Sommertag genoss. Dachte man. Und wurde dann eines besseren belehrt. Denn Dunja, sechs Jahre alt, ist was H.C. Strache und Konsorten eine „Asylantin“ nennen – und
mehr

Nach dem „Oxi“: Die 5 ekelhaftesten Medien Österreichs

In Griechenland wurde Demokratie-Geschichte geschrieben – und die österreichischen Medien kriegen kollektiv den Herzkasper. Natascha Strobl hat sich am Tag nach dem lauten „Oxi“ – dem demokratischen „Nein“ des griechischen Volkes zur neoliberalen Kürzungspolitik – durch die hyperventilierende österreichische Medienelite gelesen. Ein Text von Natascha Strobl und Benjamin Opratko.  Werfen wir einen kurzen Blick zurück. Fünf Jahre lang wurde dort, ähnlich
mehr

Debatte Rot-Blau 2|Bundesweite Linke oder es gnade uns Gott!

mosaik-Redakteur Benjamin Oprakto über vier Dinge, wie wir aus den Landtagswahlen lernen sollten: Die SPÖ als Partei ohne Projekt, Personenkult ohne Charisma, der leicht erklärbare Erfolg der FPÖ und warum Österreich eine bundesweite Linke braucht.   1. Die SPÖ ist eine Partei ohne Projekt. Der SPÖ laufen die WählerInnen in Scharen davon. Das ist wenig verwunderlich. Einer Erklärung bedürfte eher umgekehrt: Warum, um alles
mehr