Tag Archives: Sexarbeit

Sexarbeit in der Corona-Krise: Vom Staat im Stich gelassen

Sexarbeiter*innen dürfen in der Corona-Krise ihrer Arbeit nicht nachgehen und sind oft von Unterstützungsleistungen ausgeschlossen. Das hat dramatische Konsequenzen, wie Maria Hörtner vom Verein LEFÖ berichtet. Dass Migrant*innen durch globale Ungleichheit dazu gezwungen werden, prekäre, nicht abgesicherte und oftmals informelle Tätigkeiten auszuüben, ist nichts Neues. Nun sind viele dieser Berufe auf einmal „systemrelevant“ und Politiker*innen betonen ihre Notwendigkeit. Der österreichische
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I know I care: Rückschau auf die Wienwoche

Zum achten Mal ging von 13. bis 22. September die Wienwoche heuer über die Bühne – Motto: „Bitches & Witches“. Mosaik-Redakteurin Barbara Stefan war in einem Gemeindebau am Wienerberg. Der dortige Waschsalon bot einer Vielzahl an Installationen zum Thema Sorgearbeit Platz. „Was ist das da?”, fragen zwei zehnjährige Buben, die in die Waschhalle stürmen. „Hast du eine Mama?“, antwortet Maja,
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Sexarbeit ist Arbeit!

Mit dem Sozialrechts-Änderungsgesetz 2015 soll künftig die Möglichkeit zur Vollversicherung von Sexarbeiter_innen gesetzlich ausgeschlossen werden. Über eine kleine Änderung im Sozialversicherungsrecht könnte damit die Tür zur Anerkennung von Sexarbeit als unselbstständigem Arbeitsverhältnis endgültig geschlossen werden. Das könnte massive Verschlechterungen für die Situation von Sexarbeiter_innen bringen. Versteckt ist die Änderung im Kleingedruckten. Statt der üblichen sechs wurden für den Gesetzesvorschlag nur zwei
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Wie Sexarbeiterinnen in Wien aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden

Die stückweise Verdrängung von Sexarbeiterinnen aus dem öffentlichen Raum ist ein europäischer Trend, dem auch Wien folgt. Das „Wiener Prostitutionsgesetz 2011“, maßgeblich von den Interessen von Wirtschaft und Anrainer_innen beeinflusst, hat die Stoßrichtung vorgegeben: „Sichtbare“ Sexarbeit muss aus dem Stadtbild verschwinden. Doch das geht auf Kosten der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeiterinnen. Das wirft die Frage auf: Wer hat eigentlich
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