[This episode is in english]

Drag ist queere Performance-Kunst. Die Dragszene ist aus der Queer Culture nicht wegzudenken, sie teilen eine lange Geschichte. Dabei sind die Szene und die Communities so verschieden wie ihre Akteur*innen. Politisch brisant ist die Performance-Kunst Drag aber allemal, denn gesellschaftlich non-konforme Darstellungen von Geschlecht erregen die Gemüter! Die Bühnenshows von Drag-Queens und Drag-Kings können daher durchaus als politischer Ort verstanden werden. Inwiefern dies tatsächlich der Fall ist, haben Eva Riedelsheimer, Edgar Arndt, Laura Grubner und Julia Wais für Mosaik genauer nachgefragt.

Im Frühjahr 2019 haben sie sich mit sieben Drag-Performer*innen in Berlin getroffen, um mit ihnen über ihre Perspektiven auf Drag und ihre Zugänge zu verschiedenen gesellschaftlich relevanten Themen wie Antisexismus, Antirassismus oder Antikapitalismus zu sprechen. Dabei stand das Verhältnis von Drag und Politik im Fokus. Aus den Treffen sind 9 Stunden Tonaufnahmen entstanden, die nun in zwei Episoden des Mosaik-Podcast verpackt sind.

Im ersten Teil wird diskutiert was Drag sein oder bedeuten kann, was an Drag politisch ist und welche Rolle Unterhaltung dafür spielt. Dabei wird sich folgenden Fragen gewidmet:

  • Was ist Drag?
  • Ist Drag immer schon politisch?
  • Worin seht ihr das Potential durch Drag politische Inhalte zu vermitteln?
  • In welchem Verhältnis stehen dabei Politik und Unterhaltung?
  • Was könnten linke und progressive Politiken sich von Drag abschauen?

Der zweite Teil dreht sich um die (politische) Bedeutung von Community-Building, die ökonomischen Verhältnisse in und um Drag, sowie um Rassismus und Sexismus in der Szene. Folgende Fragen werden dafür besprochen:

  • Welche Rolle haben Communities im Leben von Drag-Queens, Drag-Kings und Queers?
  • In welchen ökonomischen Verhältnissen arbeiten Drag-Performer*innen?
  • Wie sind die Arbeitsbedingungen und welche Kämpfe gibt es rund um diese innerhalb der Szene?
  • Welche Auswirkungen haben rassistische Verhältnisse auf die Situation von Schwarzen Performer*innen und Performer*innen of Colour?
  • In welcher Weise kann Drag frauen* feindlich und misogyn sein?
  • In welcher Weise kann Drag feministisch sein?
  • Welche Allianzen zwischen der Drag-Szene und anderen linken Szenen könnt ihr euch vorstellen und was wäre notwendig, um solche Allianzen zu schmieden?

 

Wir danken den Performer*innen herzlichst, dass sie ihre Perspektiven, ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben. Besucht ihre Shows, wenn ihr in Berlin seid, und klickt euch durch ihre Instagram und Facebook-Seiten:

Antina Christ: https://www.instagram.com/antinachrist_mua/

Chandelier Divine Brown: https://www.facebook.com/ChandelierDivineBrown/

Gieza Poke: https://www.instagram.com/giezapoke/

Godxxx Noirphiles: https://www.facebook.com/adrian.blount.56

Lola Rose: https://www.facebook.com/georgenroses

Olympia Bukkakis: https://www.instagram.com/olympiabukkakis/

Pansy: https://www.facebook.com/pansypresents/

 

 

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