Posts byHanna Lichtenberger

Sieben Dinge, die wir von Jeremy Corbyn lernen können

Auch in Österreich freuten sich viele über den Wahlerfolg von Jeremy Corbyn. Tatsächlich gibt es von seiner Kampagne viel für kommende Herausforderungen zu lernen, meint Hanna Lichtenberger. Die Wahl liegt Matthew Goodwin schwer im Magen – und zwar buchstäblich. „Ich glaube nicht, dass Labour unter Jeremy Corbyn 38 Prozent erreicht. Wenn doch, werde ich fröhlich mein neues Brexit-Buch essen“, verkündete der
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Kerns CETA-Umfaller nützt nur Hofer (und Konzernen)

Die SPÖ hat entschieden: Sie macht den Weg frei für CETA. Damit stellt sie sich nicht nur gegen die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung, sondern auch einmal mehr gegen die eigene Basis. Kerns Umfaller hat weitreichende Konsequenzen – nicht nur in handelspolitischen Fragen, sondern auch für die österreichische Innenpolitik und die kommende Wahlauseinandersetzung zwischen Norbert Hofer und Alexander van der Bellen. 
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So prekär sind Arbeitsbedingungen der Deutschtrainer_innen

Simone* und Gregor* sind Deutsch-TrainerInnen für Schutzsuchende in einem Wiener Unternehmen. Mit mosaik sprachen die beiden über ihren Arbeitsalltag, die Rolle, die Flucht und Rassismus im Unterricht spielen und warum sie sich jetzt Wien-weit organisieren wollen, um gegen die Missstände in ihrem Berufsfeld zu kämpfen. Hanna: Beschreibt doch ein bisschen eure Rahmenbedingungen im eurem Unternehmen, was sind eure Aufgaben und
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Der Manager-Kanzler: Was Kerns Bestellung über die SPÖ aussagt

Christian Kern wird SPÖ-Vorsitzender und Bundeskanzler der Republik. Auf welcher politischen Grundlage diese Entscheidung gefallen ist, bleibt im Verborgenen. Klar ist, die SPÖ hat sich offenbar nach einem Macher in Maßanzügen gesehnt. Probleme löst der Personalwechsel keine, er ist vielmehr Symptom einer tiefen Krise.  Es ist schwierig, etwas über die politischen Positionen Christian Kerns herauszufinden. Was wir über ihn wissen ist wenig und
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Solidarität mit Kurdinnen und Kurden: „Ich muss etwas tun“

Gemeinsam mit Ali Gedik waren die beiden mosaik-RedakteurInnen Tobias Zortea und Hanna Lichtenberger vor ein paar Wochen in der Türkei. Während den letzten Wahlen besuchten sie im Rahmen einer internationalen Solidaritätsdelegation die beiden kurdischen Städte Diyarbakır und Tatvan. Ziel der österreichischen Delegation war es, die HDP bei der Wahlbeobachtung in der Region Bitlis, zu der Tatvan gehört, zu unterstützen. Die
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Die Lehren aus Spielfeld

Vergangenen Sonntag marschierten extreme Rechte in den Spielfelder Weinbergen auf. Die „Offensive gegen Rechts Steiermark“ und das Bündnis „Kein Spielfeld für Nazis“ mobilisierten gegen den Aufmarsch. Ziviler Ungehorsam in Form von massenhaften Blockaden sollten den Aufmarsch verhindern. Die Rechtsextremen verübten zahlreiche Übergriffe auf Antifaschist_innen, viele wurden verletzt. Mosaik-Redakteurin Hanna Lichtenberger sprach mit den antifaschistischen AktivistInnen Kathrin Glösel, Sebastian Kugler und
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„Es ist frustrierend, wenn ich als Pädagogin meine Arbeit nicht so machen kann, wie ich könnte“

„Das ist ja wie im Kindergarten“, sagt man, wenn etwas überraschend mühsam ist. Und trotzdem herrscht ein romantisiertes Bild über den Alltag von ElementarpädagogInnen vor.  Frauen singen mit im Kreis sitzenden, lachenden Kindern fröhliche Lieder, dann wird gebastelt und Mittagsschlaf gibt es auch. Schon vor Jahren gründete sich der „Kindergartenaufstand“, der auf die Missstände im Bereich der Elementarpädagogik hingewiesen hat.
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Wien-Wahl I: Warum wir keine Korken knallen lassen

Die Wien-Wahl ist geschlagen, und angeblich ist alles halb so schlimm. Die FPÖ hat „nur“ 30 Prozent errungen, die SPÖ „bloß“ fünf verloren und die Rot-Grüne Stadtregierung wird wohl fortgesetzt. „Haltung zahlt sich aus“, jubeln jetzt viele. Vor dem Hintergrund des inszenierten „Duells um Wien“ vielleicht nachvollziehbar. Aber die Reaktion zeigt vor allem, wie niedrig die Maßstäbe sind, die an österreichische
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TTIP-Abkommen: Fauler Kompromiss stärkt Konzerninteressen

Gestern sprach sich das EU-Parlament mit den Stimmen von Konservativen, Liberalen und vielen Sozialdemokrat_innen für einen Abschluss des umstrittenen Handelsabkommens TTIP aus. Das als „Kompromiss-Papier“ verkaufte Absätzchen zur Reformierung des Schlichtungsmechanismus ISDS ist weder weitreichend genug, noch in irgendeiner Art und Weise für die Verhandler_innen bindend. Die Mehrheit der EU-Parlamentarier_innen hat sich gestern für einen Abschluss des umstrittenen Handelsabkommens zwischen
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Debatte Rot-Blau 1| Rechtsrutsch im Burgenland: Nur mehr eine starke Linke kann die FPÖ stoppen

Etwas mehr als 48 Prozent hatte die SPÖ Burgenland bei den letzten Landtagswahlen im Burgenland 2010. Die ersten Hochrechnungen sagen ihr ein Minus von 6 Prozent voraus. Wenig überraschend legte die FPÖ etwa 6 Prozent zu. Aber der Versuch der SPÖ, die rassistische Hetze der FPÖ zu übernehmen, hat nur einer Partei Erfolg gebracht: den Freiheitlichen selbst.  Die burgenländischen Landtagswahlen sind
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Schildhammer und der Albtraum Feminismus

Seit Jahren produzieren sich Antifeministen als Opfer und versuchen den öffentlichen Diskurs gegen feministische Ansätze in Stellung zu bringen. Neustes Werk dieser Reihe ist Georg Schildhammers „Kommentar der Anderen“. Der Text ist beispielhaft für die wieder stärker werdenden antifeministischen Bestrebungen. Solche Artikel wollen mutige Schritte gegen den „feministischen Mainstream“ sein, vielmehr sind sie aber Beiträge zur Erhaltung des Status Quo.
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Frauen in den Februar-Kämpfen 1934

Heute jähren sich die Kämpfe von ArbeiterInnen am 12. Februar 1934 zum 81. Mal. In der kollektiven Erinnerung an den Widerstand fehlten Frauen lange.  Dass sich dies weder mit der Realität noch dem Mangel an Quellen rechtfertigen lässt zeigen Veronika Duma und Hanna Lichtenberger.  Die politischen Verhältnisse zwischen 1933 und 1938 in Österreich sind vielleicht das umstrittenste Kapitel der österreichischen
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Umverteilung – aber wer, wie und gegen wen?

Es fehlt nicht an politischen Alternativen, sondern an Strategien, wie diese umzusetzen sind, argumentieren Hanna Lichtenberger und Martin Konecny. In Verteilungsfragen ins Zentrum rücken! fordert Markus Marterbauer zu Recht Arbeitsverkürzung, Vollbeschäftigungspolitik und Vermögenssteuern. Was in Österreich fehlt, ist die Verknüpfung solcher Konzepte mit einer Strategie, wie diese umsetzbar sind. Wir müssen danach fragen, wer die AkteurInnen sind, die solche Projekte wo,
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